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Großer Spaß auf zehn Kilometern

Lauf-geht’s-Gruppen haben sich in Welzheim erstmals auf die längere Strecke gewagt

Video: Joachim Mogck

Das werden sie auch schaffen. Davon ist Monika Loebermann, Lauf-geht’s-Trainerin in Welzheim und Organisatorin des Test-Laufs, überzeugt. Der Leistungsstand der meisten sei genau auf der Höhe, die der Trainingsplan vorgibt, „manche sind auch schon drüber“. Angemeldet zum Testlauf haben sich rund 90 Läuferinnen und Läufer aus den vier Lauf-geht’s-Gruppen. Das Regenwetter aber schreckt manche ab. Dabei, so Loebermann, sei das Wetter optimal. Der Regen endet sogar pünktlich zum Start des Aufwärmprogramms. Die Gruppe lacht, scherzt und feiert sich bei den gemeinsamen Bewegungsübungen selbst. „Das sieht super aus!“

Monika Loebermann hat den Zehn-Kilometer-Lauf angeboten, „weil der Sprung von fünf auf 21 Kilometer eine recht hohe Hürde ist“. Viele der Teilnehmer sind Neulinge. Fünf Kilometer haben sie bereits beim Welzheimer-Wald-Lauf bewältigt, doch ob sie auch zehn Kilometer schaffen, können viele nicht einschätzen.

Jetzt aber merken sie: Sie sind schon weit gekommen. Barbara Hoffmann aus Waiblingen zum Beispiel. „Ich war Anfängerin, und kann jetzt schon eine Stunde lang laufen. Die Entscheidung, hier teilzunehmen, war die beste, die ich je getroffen habe.“

Sie bezieht das auch auf das gute Klima in der Gruppe. Die Läufer verstehen sich prächtig. Das merken auch die Radfahrer, die ihnen kurz vor dem Start entgegenkommen und von den Läufern mit La-Ola-Wellen empfangen werden. Dann geht’s los, von der Laufenmühle zum Ebnisee und wieder zurück. Acht Trainer begleiten die Läufer in Gruppen unterschiedlicher Leistungsstärke. „Ihr könnt einen Wettkampf draus machen, aber auch so laufen, dass es euch guttut“, gibt Monika Loebermann ihnen mit auf den Weg.

Die Ersten sind nach 54 Minuten wieder zurück auf dem Parkplatz, die Letzten trudeln nach 1:45 Stunden ein. Die meisten benötigen 60 bis 65 Minuten. Die Stimmung unterwegs ist so gut wie zuvor auf dem Parkplatz. Die Läufer feuern sich gegenseitig an, die Schnelleren erwarten die Langsameren im Ziel und jubeln, als sei der Halbmarathon bereits geschafft. „Einige waren ganz stolz, weil sie schneller waren als erwartet“, sagt Monika Loebermann.

Sie ist sehr zufrieden: „Eine Super-Veranstaltung.“ Und doch lediglich ein Zwischenschritt auf dem Weg zum großen Ziel. Bis dahin wird es noch viele Läufe bestens gelaunter Lauf-geht’s-Gruppen geben.