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Lauf geht’s: Trainerschulung

Im Workshop lernen sie Übungen für Stabilität und Mobilität

Rund 35 Lauftrainer sind für das Projekt „Lauf geht’s“ fit gemacht worden. In einem Workshop mit Heike Laufer-Fiege von der Forschungsgruppe Dr. Feil lernten sie Übungen zur Stabilisation und Mobilisation kennen, bekamen Einblicke ins ganzheitliche Trainingskonzept und erhielten Infos zur technischen Ausstattung der Teilnehmer. Alle Betreuer sind bereits ausgebildete Lauftrainer. An einem weiteren Infoabend können sie sich tiefergehend über die Herzfrequenzmessung informieren. Außerdem absolvieren sie vor Beginn des Trainings noch einen Erste-Hilfe-Kurs.

Wie erkennt man, ob ein Schuh zum Fuß passt? Ausschlaggebend sei unter anderem die Knickbewegung des Fußes, die „Pronation“, wie Volker Blessing, Inhaber des Weinstädter Intersport-Ladens, erklärte. Ein guter Schuh fange diese ab und unterstütze an den richtigen Stellen. Für die Trainer wichtig zu wissen, denn im Zweifel sollten sie eingreifen und die Teilnehmer auf unpassende Schuhe ansprechen. Dasselbe gilt für durchgelaufene, verschlissene Laufschuhe mit unzureichender Stoßdämpfung. Ungeeignet für Ungeübte und Langstrecken seien zudem die sogenannten Barfußschuhe, so der Laufschuh-Experte.

Lauf geht’s: Trainerschulung
Im Workshop lernen sie Übungen für Stabilität und Mobilität

Rund 35 Lauftrainer sind für das Projekt „Lauf geht’s“ fit gemacht worden. In einem Workshop mit Heike Laufer-Fiege von der Forschungsgruppe Dr. Feil lernten sie Übungen zur Stabilisation und Mobilisation kennen, bekamen Einblicke ins ganzheitliche Trainingskonzept und erhielten Infos zur technischen Ausstattung der Teilnehmer. Alle Betreuer sind bereits ausgebildete Lauftrainer. An einem weiteren Infoabend können sie sich tiefergehend über die Herzfrequenzmessung informieren. Außerdem absolvieren sie vor Beginn des Trainings noch einen Erste-Hilfe-Kurs.

Wie erkennt man, ob ein Schuh zum Fuß passt? Ausschlaggebend sei unter anderem die Knickbewegung des Fußes, die „Pronation“, wie Volker Blessing, Inhaber des Weinstädter Intersport-Ladens, erklärte. Ein guter Schuh fange diese ab und unterstütze an den richtigen Stellen. Für die Trainer wichtig zu wissen, denn im Zweifel sollten sie eingreifen und die Teilnehmer auf unpassende Schuhe ansprechen. Dasselbe gilt für durchgelaufene, verschlissene Laufschuhe mit unzureichender Stoßdämpfung. Ungeeignet für Ungeübte und Langstrecken seien zudem die sogenannten Barfußschuhe, so der Laufschuh-Experte.

Nach einer kleinen Einheit Tabata – ein Intervalltraining mit hoher Intensität, das die Teilnehmer im „Lauf geht’s“-Programm ebenfalls erwartet – ging es um Grundlegendes. So erklärte die Referentin Laufer-Fiege zum Beispiel, weshalb sich die Forschungsgruppe Dr. Feil nicht am Body-Mass-Index (BMI), sondern am Waist-to-Height-Ratio (WtHR) orientiert. Der BMI sei im Gegensatz zum WtHR kein guter Indikator für Übergewicht: „Ein Kraftsportler kann beispielsweise einen sehr hohen BMI außerhalb des Normbereichs haben und trotzdem nicht gesundheitsgefährdend übergewichtig sein“, so Laufer-Fiege. Der WtHR hingegen beziehe sich auf das Verhältnis von Taillenumfang und Körpergröße und gebe Aufschluss über das sogenannte viszerale Fett, das sich zwischen den Organen ablagere. Es gilt als besonders gefährlich und wird mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zum Schlaganfall oder Herzinfarkt in Verbindung gebracht. Risiko-Teilnehmer mit besonders hohem WtHR werden ebenso wie Teilnehmer mit Vorerkrankungen von der Forschungsgruppe herausgefiltert und gesondert betreut.

Die meisten Teilnehmer, so Laufer-Fiege weiter, seien erfahrungsgemäß in der „Latte Macchiato“-Gruppe zu erwarten, also derjenigen der absoluten Laufanfänger. Die zweitstärkste Gruppe würden wohl die „Cappuccinos“, die bereits etwas Lauferfahrung mitbringen. Die wenigsten gruppierten sich in „Espresso“ ein, unter die erfahrenen Läufer. Wichtig sei bei allen Teilnehmern: „Alle waren mal Anfänger“. Das Trainingsprinzip von „Lauf geht’s“ sei eine kontinuierliche Steigerung ohne Überforderung, durchsetzt von Regenerationswochen mit deutlich kürzeren Trainingszeiten, betonte Laufer-Fiege. Regeneration ist genauso wichtig wie Training. Dann ging’s ans Eingemachte – besser gesagt: an die Praxis. Laufer-Fiege turnte vor, die Trainer machten es nach. Armschwünge, Schulterkreisen, Boxhiebe, Hüftkreisen, Ausfallschritte, Hoppserlauf – all das, was den Teilnehmern später zu mehr Mobilität und Stabilität verhelfen soll. Laufer-Fiege erläuterte zudem das Lauf-ABC, ein Techniktraining, das Verletzungen vorbeugen und den Bewegungsablauf optimieren soll. Wichtig ist es demnach, kurze Schritte zu machen und mit dem Mittelfuß aufzusetzen, die Arme im 90-Grad-Winkel parallel neben dem Körper. Neben der technischen Betreuung obliegt es den Trainern natürlich auch, die Teilnehmer zu motivieren. Genauso wichtig wie das Training ist laut Laufer-Fiege die Regeneration: „Übertraining kann dazu führen, dass ich an Leistung einbüße.“ Daher sei es ausschlaggebend für den Erfolg, dass die trainingsfreien Tage eingehalten würden.

Auch das ist Aufgabe der Trainer: Übermotivierte Teilnehmer bremsen, zu ihrem eigenen Besten.

Nach einer kleinen Einheit Tabata – ein Intervalltraining mit hoher Intensität, das die Teilnehmer im „Lauf geht’s“-Programm ebenfalls erwartet – ging es um Grundlegendes. So erklärte die Referentin Laufer-Fiege zum Beispiel, weshalb sich die Forschungsgruppe Dr. Feil nicht am Body-Mass-Index (BMI), sondern am Waist-to-Height-Ratio (WtHR) orientiert. Der BMI sei im Gegensatz zum WtHR kein guter Indikator für Übergewicht: „Ein Kraftsportler kann beispielsweise einen sehr hohen BMI außerhalb des Normbereichs haben und trotzdem nicht gesundheitsgefährdend übergewichtig sein“, so Laufer-Fiege. Der WtHR hingegen beziehe sich auf das Verhältnis von Taillenumfang und Körpergröße und gebe Aufschluss über das sogenannte viszerale Fett, das sich zwischen den Organen ablagere. Es gilt als besonders gefährlich und wird mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zum Schlaganfall oder Herzinfarkt in Verbindung gebracht. Risiko-Teilnehmer mit besonders hohem WtHR werden ebenso wie Teilnehmer mit Vorerkrankungen von der Forschungsgruppe herausgefiltert und gesondert betreut.

Die meisten Teilnehmer, so Laufer-Fiege weiter, seien erfahrungsgemäß in der „Latte Macchiato“-Gruppe zu erwarten, also derjenigen der absoluten Laufanfänger. Die zweitstärkste Gruppe würden wohl die „Cappuccinos“, die bereits etwas Lauferfahrung mitbringen. Die wenigsten gruppierten sich in „Espresso“ ein, unter die erfahrenen Läufer. Wichtig sei bei allen Teilnehmern: „Alle waren mal Anfänger“. Das Trainingsprinzip von „Lauf geht’s“ sei eine kontinuierliche Steigerung ohne Überforderung, durchsetzt von Regenerationswochen mit deutlich kürzeren Trainingszeiten, betonte Laufer-Fiege. Regeneration ist genauso wichtig wie Training. Dann ging’s ans Eingemachte – besser gesagt: an die Praxis. Laufer-Fiege turnte vor, die Trainer machten es nach. Armschwünge, Schulterkreisen, Boxhiebe, Hüftkreisen, Ausfallschritte, Hoppserlauf – all das, was den Teilnehmern später zu mehr Mobilität und Stabilität verhelfen soll. Laufer-Fiege erläuterte zudem das Lauf-ABC, ein Techniktraining, das Verletzungen vorbeugen und den Bewegungsablauf optimieren soll. Wichtig ist es demnach, kurze Schritte zu machen und mit dem Mittelfuß aufzusetzen, die Arme im 90-Grad-Winkel parallel neben dem Körper. Neben der technischen Betreuung obliegt es den Trainern natürlich auch, die Teilnehmer zu motivieren. Genauso wichtig wie das Training ist laut Laufer-Fiege die Regeneration: „Übertraining kann dazu führen, dass ich an Leistung einbüße.“ Daher sei es ausschlaggebend für den Erfolg, dass die trainingsfreien Tage eingehalten würden.

Auch das ist Aufgabe der Trainer: Übermotivierte Teilnehmer bremsen, zu ihrem eigenen Besten.