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Laufen mit Sinn und Verstand

Wer seinem individuellen Plan folgt, schafft im September den Halbmarathon.

Zu schnell zu viel wollen – das ist nicht gut. Das „Lauf geht’s“-Programm richtet sich an Einsteiger und Hobbyläufer, die mit Sinn und Verstand laufend draußen sein wollen. „Wir machen euch fit für den Halbmarathon“, verspricht „Lauf-geht’s“-Erfinder Wolfgang Grandjean.

Die Startveranstaltung am Montagabend im Waiblinger Bürgerzentrum konnte erst zehn Minuten verspätet beginnen: Der Andrang war so groß, dass viele Besucher in der Tiefgarage keinen Parkplatz mehr fanden.

Mit Profi-Unterstützung auf gesunde Art und Weise innerhalb von sechs Monaten zum Langläufer werden: Das ist das Ziel der Aktion, die der Zeitungsverlag Waiblingen dieses Jahr erstmals auf den Weg bringt. Mit im Boot sind die AOK, Intersport Blessing in Weinstadt und die Stadtwerke Waiblingen.

Wolfgang Grandjean ist vor Jahren mit seinem Versuch gescheitert, auf eigene Faust ein Lauftraining zu starten. An guten Gründen, mehr Bewegung in sein Leben zu bringen, fehlte es nicht: Übergewicht, Bluthochdruck, Rückenbeschwerden. Trotzdem brach Grandjean nach ein paar Wochen das Training wieder ab.

Sein Scheitern mündete in der Geburtsstunde des „Lauf geht’s“-Programms, das eigentlich gar kein Lauf- sondern ein „ganzheitliches Gesundheitsprogramm“ ist, wie Grandjean im Bürgerzentrum erläuterte. Die drei Säulen:

Trainingsmethodik: Basis sind individuelle Trainingspläne, abgestimmt auf den jeweiligen Fitnessgrad, inklusive Übungen für die Stabilisation und Mobilisation. Einmal pro Woche laufen die Teilnehmer in der Gruppe, angeleitet von einem Trainer. Die restlichen Trainings – je nach Fitness zwei bis drei pro Woche – absolviert jeder für sich allein oder mit Freunden. Die Faustformel lautet: Einsteiger trainieren insgesamt viermal pro Woche, Sport-Erfahrene dreimal. Nicht alle Trainings sind mit einem langen Lauf verbunden, schon gar nicht am Anfang. Hoch-Intensitäts-Intervall-Trainings gehören auch zum Plan. Sie dauern nur wenige Minuten, bewirken aber so viel wie ein 75-Minuten-Lauf. Grundsätzlich gilt: Im Plan jedes Einzelnen ist vorgegeben, wie lange er laufen sollte – aber nicht, wie schnell und wie weit. Entscheidend ist die Pulsfrequenz. Welches die jeweils richtige ist, wird für jeden individuell bestimmt.

Ernährungslehre: Weniger Kohlenhydrate, mehr Eiweiß, hochwertige Öle, viel Gemüse und Obst, spezielle Gewürze: Auf diesen Nenner lassen sich die Ernährungsvorschläge bringen, welche die Teilnehmer erhalten.

Motivation und Betreuung: Die Teilnehmer können sich jederzeit per Mail an die Forschungsgruppe von Dr. Wolfgang Feil wenden. Er betreut seit vielen Jahren Spitzensportler, hat seine Erkenntnisse auf den Gesundheitssport übertragen und ist der wissenschaftliche Leiter des Programms, zu dem mehrere Vorträge und Webinare gehören.

Fehlt nur noch: der richtige Laufschuh. Wolfgang Grandjean rät dringend, sich beim Kauf professionell beraten zu lassen. Volker Blessing, Inhaber von Intersport Blessing in Endersbach und Partner des Programms, setzt für solch eine Beratung circa eine Stunde an. Blessing gewährt im Zuge des Programms zehn Prozent Rabatt. Rainer Lyhr, Marketingleiter bei der AOK Ludwigsburg/Rems-Murr, bewertet das Programm auf seine Weise: Er macht mit.

Anmeldeschluss für die Aktion ist am 17. März.